Vor kurzem wurde auf der Plattform Lichess eine Endspieldatenbank mit Positionen bis zu bestimmten acht-Stein-Stellungen veröffentlicht. Dies nahm Autor Anatol Vitouch in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" zum Anlass, sich Gedanken zu einem möglichen "Ende des Spiels" zu machen. Es folgt eine KI-generierte Zusammenfassung seines Artikels, der im Original unter "Vitouchs Schacheck" zu lesen ist:

Die Frage, ob Computer Schach perfekt spielen, wird mit einem "Jein" beantwortet: Ihre Perfektion liegt in Bereichen, die für Menschen nicht mehr nachvollziehbar sind und somit keinen praktischen Unterschied machen. Während Computeranalysen früher Stunden dauerten, liefern sie heute in Sekundenbruchteilen nahezu die "Wahrheit" über eine Stellung. Dies wirft die Frage auf, warum Schach noch gespielt wird, wenn man den besten Zug nachschauen kann.
Turnierveranstalter sichern durch Anti-Cheating-Kontrollen ab, dass Computer während einer Partie nicht genutzt werden. Nach der Partie ermöglicht die Technologie schnelle Analysen, um Fehler aufzuspüren.
Trotz des immensen Wissens, das durch Computer zugänglich ist, bleibt Schach ein riesiger Ozean mit unvorstellbar vielen Möglichkeiten. Dieses abrufbare Wissen ist für die nächste praktische Partie nur eingeschränkt nützlich. Perfekte Eröffnungsvorbereitung und korrekte Analysen sind heute für jeden erschwinglich, was früher Top-Großmeistern vorbehalten war. Dennoch setzt sich der stärkere Spieler in der Regel durch, oft indem er zu forcierte oder ausanalysierte Varianten meidet und stattdessen auf sein besseres Spielverständnis setzt. Dies lässt sich mit dem Beherrschen einer Sprache vergleichen: Auswendig gelernte Sätze ersetzen nicht das Niveau eines Muttersprachlers.
Die Plattform Lichess hat kürzlich eine Teillösung für alle Endspiele mit bis zu acht Steinen veröffentlicht, die für jede Position die akkurate Stellungseinschätzung und die besten Züge liefert. In einigen Fällen kann so nachgewiesen werden, dass ein Matt erst nach über 500 Zügen erzwungen werden kann. Aus theoretischer Sicht mag dies interessant sein, ist aber praktisch irrelevant, da niemand solche Lösungen fehlerfrei memorieren oder deren Sinn vollständig verstehen kann. Der niederländische Schriftsteller Tim Krabbé verglich dies mit der Offenbarung des Sinns des Lebens – aber auf Estnisch.
Eine Komplettlösung für alle Schachstellungen mit allen 32 Steinen gilt als unmöglich, da die zur Verfügung stehende Speicherkapazität begrenzt ist. Selbst wenn eine solche Lösung eines Tages existieren würde, bliebe sie in vielen Fällen unverständlich und abstrakt, ähnlich wie die bereits verfügbaren Table Bases, und würde uns in praktischen Partien nicht stärker machen als die aktuellen Stockfish-Analysen.